Eigener Brunnen in der Tierhaltung

gartenbrunnenViele Landwirte oder auch Hobby-Tierhalter nutzen einen eigenen Brunnen. Dieser hat angesichts der Tatsache, dass zum Beispiel ein Pferd bis zu 40 Liter Wasser pro Tag trinkt, seine Daseinsberechtigung. Je nachdem, wie viele Tiere in einer Herde leben, spart man sich so eine Menge Wasser und natürlich entsprechend die anfallenden Kosten. Allerdings ist beim Bau eines eigenen Brunnens einiges zu beachten.

 

Wer darf einen eigenen Brunnen bauen?

Grundsätzlich gilt: Jeder Brunnen muss vor dem Bau bei der zuständigen Behörde angemeldet und von dort genehmigt werden. Ansonsten könnten Bußgelder von einigen Tausend Euro anfallen. Welche Behörde zuständig ist – hängt von der Art des Brunnens und der Verwendung ab – kann beim örtlichen Gesundheitsamt oder bei der Wasserbehörde erfragt werden.

 

Welches Zubehör wird benötigt?

Abgesehen vom Bau des Brunnens wird natürlich eine Wasserpumpe benötigt. Meist reicht eine Gartenpumpe aus. Welche unterschiedlichen Typen es hier gibt und wie diese funktionieren, erfahren Sie auf gartus.de. Dort stehen auch hilfreiche Informationen, wann sich der Einsatz von welchem Modell eignet.

 

So wird der Brunnen gebaut

Sobald die Genehmigung vorliegt, kann mit dem Brunnenbau begonnen werden. Hierzu wird immer ein Rohr in den Boden gerammt. Je nach Brunnenart sollte sich das Grundwasser maximal sieben Meter oder zwanzig Meter unter der Erdoberfläche befinden. Zu bedenken ist immer, dass die Wasserpumpe in der Lage sein muss, das Wasser aus dieser Tiefe herauf zu befördern. Aus diesem Grund sollte man stets vor dem Brunnenbau alle Faktoren überlegen: Wie tief ist bei mir das Grundwasser und gibt es dann eine entsprechend leistungsstarke Pumpe? Die Frage stellt sich auch, wie das Wasser im Winter rauf befördert wird. Denn die meisten Pumpen vertragen keinen Frost und können im Winter nicht eingesetzt werden. Die Tiere jedoch benötigen auch im Winter Wasser. Daher ist es meist so, dass ein eigener Brunnen nur dann sinnvoll ist, wenn die Tiere in der kalten Jahreszeit im Stall stehen und dann nicht auf das Brunnenwasser angewiesen sind.

 

Wer das Glück hat, dass auf seinem Grundstück ein Bach durch läuft, der kann natürlich auch eine Wasserpumpe nutzen, um das Wasser nach oben zu befördern.

Bei allen Varianten können viele technische Hilfsmittel einbezogen werden. So könnte im Wassertank – aus dem die Tiere trinken – ein Schwimmer montiert werden, der bei Unterschreiten der Wassermenge die Pumpe anspringen lässt. Somit wird vermieden, dass die Pumpe ununterbrochen läuft und das Wasser verschwendet wird. Bleibt noch das Problem, dass die modernen Wasserpumpen Strom benötigen. Inwieweit sich dieser Strom auf die Koppel legen lässt, hängt natürlich von der persönlichen Situation ab. Wird es mit einem dauerhaften Strom schwierig, so könnte auch ein Generator zum Einsatz kommen. Dieser sollte jedoch nicht unbeaufsichtigt laufen. Das bedeutet: In diesem Fall wird das Wasser nur dann in den Tank gepumpt, wenn man gerade anwesend ist. Folglich muss der Wassertrog, aus dem die Tiere trinken, groß genug sein, damit das Wasser bis zum nächsten Besuch reicht.