Tu Deinem Körper etwas Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen!
       
  (Teresa von Avila)

 

  Bäder





Alpine WellnessAlpine Wellness

{

Willkommen

Im Jahre 2004 wurde von der Kurverwaltung des Staatsbades Bad Reichenhall eine Studie zu der Wirksamkeit unserer Natursole in Auftrag gegeben, die auch von unserem Haus finanziell unterstützt wurde.

Nachfolgend können Sie sich über das Ergebnis informieren.


Inhalation von Sole bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen


Klinische Studie zur Prüfung der Wirksamkeit von Bad Reichenhaller Sole als Begleitbehandlung


Prof. Dr. Rainer W. Hauck
Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall

Dr. Johannes Kerschl
Reha-Klinik Prinzregent Luitpold

Prof. Dr. Wolfgang Petro
Klinik Bad Reichenhall der LVA Ndb./Opf.

Einleitung

Husten und Auswurf stellen die häufigsten Atemwegsbeschwerden dar, die im medizinischen Alltag vom Patienten geäußert werden.
Als Ursache für diese Beschwerden kommt eine ganze Reihe von Ursachen in Frage. Am häufigsten treten diese Beschwerden im Gefolge bronchitischer Infekte auf und bilden sich in den meisten Fällen auch wieder vollständig zurück, wenn die Erkrankung wieder abgeklungen ist.

Daneben gibt es aber gleichfalls eine große Anzahl von Menschen, die eine sogenannte chronische Bronchitis aufweisen. Bei diesen Patienten handelt es sich in einem großen Prozentsatz um Raucher, die sich den Hustenmechanismus zu nutze machen, um die regelhaft in den Atemwegen auftretende Produktion von Schleim wieder loszuwerden. Bei schweren Atemwegsinfektionen ebenso wie bei der chronischen Schädigung der Atemwege kommt es dazu, dass der Härchenapparat in Luftröhre und Bronchien beschädigt wird und eine z. T. erhebliche Funktionsstörung aufweist. In diesen Fällen besitzt die Lunge nur noch den Hustenstoß als Möglichkeit, die anfallenden Schleimmengen aus den Atemwegen wieder herauszubringen.

Um diesem Erfordernis gerecht zu werden, sind nicht selten Hilfsmittel erforderlich. Hierzu zählen einerseits mechanische Hustenhilfen, die den Abhustvorgang erleichtern, inhalative Medikamente, Tabletten, Brausetabletten und auch die Anwendung von Inhalationen, die den Vorgang von Schleimlösung und Abhusten unterstützen sollen.

Schon seit langer Zeit ist bekannt, dass bei solchen Patienten häufig die Inhalation von Kochsalzlösung in physiologischer (0,9 %iger) besonders aber in höher konzentrierter Menge (hyperosmolar) hilfreich ist. Neben der Inhalation von Kochsalzlösung hat sich in der Umgebung von solehaltigen Quellen auch die Inhalationsbehandlung mit Sole-Lösung etabliert. Hintergrund dafür ist, dass es Untersuchungen mit anderen, ähnlichen Salzlösungen gibt, die gezeigt haben, dass mit ihrer Hilfe die Regeneration des Atemwegsepithels verbessert werden kann, ebenso wie sie auch mithelfen, die Sulfit-Brücken im Schleim zu sprengen und dadurch die Sekrete in eine weniger zähe Substanz umzuwandeln.

Auch bei Patienten, die schwerere, obstruktive Atemwegserkrankungen aufweisen, berichten, dass sie neben der üblichen, medikamentösen Atemwegsbehandlung günstige Einflüsse verspüren, wenn sie parallel zu dieser Therapie Inhalationen mit Sole-Lösung durchführen.
Aus diesem Grund war es von Interesse, Patienten, die wegen akuter Verschlechterung ihrer Atembeschwerden oder im Rahmen pneumologischer Rehabilitation stationär aufgenommen worden sind, neben ihrer üblichen Atemwegsmedikation auch noch mit täglichen Sole-Inhalationen zu behandeln und zu prüfen, wie sich dieser Behandlungsschritt auf das Befinden und den Abhustvorgang auswirkt.

Um Sole-Inhalation in seiner kürzer dauernden Anwendung, dass heisst Anwendung für akute bronchitische Beschwerden zu überprüfen und auch in seiner Anwendung über einen längeren Zeitraum, das heißt für mehr chronische Krankheitszustände, wurden Patienten aus einer Akutklinik und 2 Rehabilitationskliniken untersucht.


Welche Kliniken und welche Patienten?

An der Studie nahmen 3 Kliniken teil. Am Akutkrankenhaus, dem Kreisklinikum Bad Reichenhall. Medizinische Abteilung 2 wurden 21 Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung untersucht. In der Rehabilitationsklinik Prinzregent Luitpold waren es 26 Patienten. 3 davon wiesen Asthma auf, 23 eine chronisch obstruktive Bronchitis. Die meisten von diesen Patienten wiesen einen mittleren Schweregrad auf. In der Klinik Bad Reichenhall wurden 30 Patienten untersucht, 20 davon mit Asthma, 10 mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis.

Entsprechend dem Behandlungsprofil einer Akutklinik wurden die dort behandelten Patienten eine Woche lang mit Sole-Inhalation (Konzentration 1,5-2%, Rauminhalation 15-10 Minuten, Apparateinhalation Mund/Nase je 10 Minuten) therapiert, wogegen dieser Zeitraum in den beiden Rehabilitationskliniken 3 Wochen betrug.


Wie wurde die Wirkung von Sole untersucht?

Alle Patienten füllten zu Beginn der Studie einen Fragebogen aus, mit dem es möglich war, den Schweregrad der Erkrankung und den durch diese Erkrankung hervorgerufenen Schweregrad in der Behinderung für das tägliche Leben abzuschätzen. Anschließend erhielten die Patienten Lungenfunktionsmessgeräte (Peak Flow Meter), die jeweils vor und direkt nach der Inhalation mit Sole zur Anwendung gebracht wurden. Anhand der erzielten Messwerte, konnte der Einfluss der Sole auf die Lungenfunktion bestimmt werden.

Am Ende der 7-tägigen bzw. 21-tägigen Behandlungsdauer wurde den Patienten ein zweiter Fragebogen ausgehändigt, auf dem sie Fragen beantworten mussten, die ganz spezifisch darauf ausgerichtet waren, wie durch die Inhalation von Sole das Empfinden der Atmung sich verändert hat, der Abhustvorgang durch den Patienten durch Soleinhalation beeinflusst wird, sich durch die Inhalation die Zähigkeit des Schleims verändert und sich die Inhalation auf das Allgemeinbefinden des Patienten auswirkt. Letztlich sollten die Patienten auch ihr Urteil darüber abgeben, inwiefern die Inhalation mit Sole im Vergleich zu anderen Schleimlösern ihre Wirksamkeit entfaltet. Vollständige Lungenfunktionsuntersuchungen wurden bei den Patienten zu Beginn und am Ende der Studiendauer durchgeführt. Eine begleitende Pharmakotherapie wurde beibehalten.
Welche Ergebnisse wurden erzielt ?

Sowohl in der Akutstudie als auch in der Beobachtung über 3 Wochen zeigte sich, dass für die überwiegende Anzahl der Patienten die Inhalation von Sole mit einer Verbesserung der Lungenfunktion einherging und die subjektive Einstufung durch die Patienten eine effektive Wirksamkeit auf sowohl Schleimlösung, Zähigkeit des Schleims und die Verbesserung des Abhustens beschrieben wird.

Sowohl in der Akut- als auch in der Langzeitstudie war bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung der günstige Effekt auf Lungenfunktion, wie auch auf das Befinden der Patienten hinsichtlich ihrer Atemwegssymptome nachweisbar. Wenn gleich die Therapieerfolge sich auch nicht ausschließlich auf die Sole-Inhalation zurückführen lassen, sondern anteilmäßig auch zu Gunsten der begleitenden medikamentösen Therapie zu bewerten sind, so konnte doch anhand einiger Testresultate deren Einfluss weitgehend ausgeschlossen werden.


Was sind die wesentlichen Erkenntnisse aus dieser Studie?

Anhand dieser Studie konnte gezeigt werden, dass bei Patienten mit einer schweren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, die sich wegen einer Verschlechterung ihrer chronischen Erkrankung in der Klinik vorgestellt haben bzw. die eine pneumologische Rehabilitation durchliefen, die Inhalation mit Sole-Lösung eine wirkungsvolle Begleitbehandlung zu der übrigen, medizinisch indizierten Medikation darstellt.

Sowohl Fragen, die subjektiv die Besserung von Atmung, Abhustqualität, Schleimzusammensetzung und Allgemeinbefinden ausdrücken, wurden von der überwiegenden Mehrzahl der Patienten positiv bewertet. Ebenso auch verschiedene Lungenfunktionsparameter, die eine Verbesserung direkt nach Inhalation von Sole ergaben.

Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und vermehrter Schleimsekretion haben das Unvermögen, die zähen Sekrete effektiv aus den Atemwegen zu befreien. Hier erwies sich die Sole-Inhalation als ein Therapieelement, das im Verbund mit den übrigen Atemwegsmedikamenten nachweisbar zu einer Verbesserung der klinischen Beschwerden führt.

Nachdem in dieser Untersuchung sowohl Patienten mit höheren Schweregraden, als auch leichter Erkrankte eingeschlossen werden konnten und die Therapieerfolge sich unabhängig von dem Schweregrad des Krankheitsbildes abbildeten ist es zulässig, Sole-Inhalationen für alle Schweregrade der chronisch obstruktiven Bronchitis zu empfehlen. Daneben gestatten die Ergebnisse aus den 3 Studienzentren die Beobachtung, dass der Effekt von Soleinhalationen in der Frühphase der Behandlung einen größeren Effekt aufweist und sich somit die Behandlungsmaßnahme als besonders wirkungsstark zu Therapiebeginn hin darstellt.

Zusammenfassend konnte anhand dieser Untersuchung an einer großen Anzahl von Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen zeigen, dass Sole-Inhalation eine wirkungsvolle Ergänzung in der Therapie von obstruktiven Atemwegserkrankungen darstellt. Nebenwirkungen dieser Behandlungsform konnte bei keinem Patienten festgestellt werden.

Kernaussagen zur Solestudie

  • In der Bad Reichenhaller Sole-Studie wurde die Sole-Inhalation bei Patienten mit leichten mittleren und schweren Ausprägungen von obstruktiven Atemwegserkrankungen untersucht. Sie erwies sich bei allen Schwergraden als eine sinnvolle Ergänzung der eingesetzten Atemwegsmedikamente.

  • Bereits unmittelbar nach Sole-Inhalation konnte anhand von Lungenfunktionsmesswerten gezeigt werden, dass es zu einer Verbesserung der Lungenfunktion kommt.

  • In Befinden - Fragebögen brachte die Großzahl der Studienpatienten zum Ausdruck, dass sie eine subjektive Befindlichkeitsverbesserung nach Sole-Inhalation verspüren, die sich ausdrückt in einer leichteren Abhustbarkeit der Sekrete, einer Verringerung der Zähigkeit des Schleims als auch darin, dass durch die Inhalation ein freieres Durchatmen möglich ist. Die Patienten fühlten sich nach der Inhalation insgesamt frischer und die Sole-Inhalation brachte in vielen Fällen für die Patienten eine größere schleimlösende Hilfe, als andere klassische Mukolytika.

  • Insbesondere in der frühen Phase einer Verschlechterung bronchitischer und asthmatischer Beschwerden stellt sich für die Patienten ein spürbarer Therapiefortschritt dar.

  • Nebenwirkungen der Sole-Inhalation konnten bei keinem der untersuchten Patienten festgestellt werden.

  • Sole-Inhalation ist ein preisgünstiges nebenwirkungsfreies und wirkungsvolles Verfahren in der Therapie von bronchitischen Beschwerden, das andere Atemwegstherapeutika effektiv in ihrer Wirkeigenschaft unterstützt.
}